Content Services Platform ist der Begriff, mit dem Gartner um 2017 den Namen Enterprise Content Management in seinen Marktanalysen abgelöst hat. Gemeint ist mehr als ein neuer Name, auch wenn die folgende Einordnung vereinfacht. Das klassische ECM war eine geschlossene Suite mit zentralem Repository. Eine Content Services Platform stellt ihre Funktionen als Dienste bereit, die andere Anwendungen nutzen.

Was sie ausmacht

Die Funktionen sind über Programmierschnittstellen erreichbar, und Ablage, Workflow, Suche und Aufbewahrung sind als Dienste gedacht, die andere Anwendungen nutzen. Ob sie sich tatsächlich getrennt betreiben und austauschen lassen, unterscheidet sich von Produkt zu Produkt, und Schnittstellen hatten auch ältere ECM-Systeme. Die Inhalte erscheinen dort, wo gearbeitet wird, im ERP, im CRM oder im Fachverfahren, und nicht mehr nur im eigenen Client des ECM.

Was das für die Modernisierung bedeutet

Wer ein altes ECM ablöst, muss entscheiden, welche Dienste aus einer Hand kommen und welche über Schnittstellen angebunden werden. Diese Offenheit ist auch die Voraussetzung dafür, dass KI-Anwendungen und Agenten an die Dokumente herankommen. Ohne sauber definierte Schnittstellen bleibt das Archiv für sie verschlossen.

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