In diesem Beitrag möchte ich als Beispiel aus der Praxis die Klassifikation einer Eingangsrechnung kurz beschreiben. Einerseits da dies auch aufgrund der vielen Projekte im Bereich der Eingangsrechnungsverarbeitung immer wieder gefragt wird. Andererseits weil der Dokumententyp Eingangsrechnung recht einfach ist, sich branchenspezifisch kaum ändert und somit in vielen Unternehmen sofort eingesetzt werden kann.
Dokumententyp: Eingangsrechnung
Attribute:
- Name des Kreditor (Verifikation mit ERP)
- Kreditor-Nummer (Verifikation mit ERP)
- Rechnungsnummer
- Rechnungsdatum
- Auftragsnummer (Verifikation mit ERP)
- Auftragsdatum (Verifikation mit ERP)
- Rechnungssumme ungeprüft (Verifikation mit ERP)
- Rechnungssumme geprüft
- Umsatzsteuersatz (oder Betrag)
- Einzel- oder Teilrechnung (Flag)
- Frist (Skonto, Zahlung - Verifikation mit ERP)
- Verzugszinsen (Verifikation mit ERP)
- Mahngebühren (Verifikation mit ERP)
- Transport (Papier, E-Mail, Elektronische Zustellung,...)
- ...
Methoden:
- ER anlegen
- ER ändern, weiterleiten
- ER freigeben
- geprüfte ER in ERP überführen
- ...
Auf die Beschreibung der Rechnungspositionen verzichte ich in diesem Beispiel. Die meisten der hier genannten Attribute können entweder automatisch erkannt (Capture, Text-Processing, OCR, Formular-Erkennung) oder vom ERP-System direkt geholt werden.
Verführerisch ist es, wie in diesem Beispiel leicht zu erkennen, dass man mit dem abgebildeten Dokument ein Parallel-Objekt zum ERP-Geschäftsobjekt der ER aufbaut. Also Attribute hinzunimmt, welche das Dokument zu ausführlich beschreiben oder mit Attributen versieht, welche für die weitere Verarbeitung nicht von Belang sind (hier z.B. Frist, Zinsen,...). Die Frage die sich generell bei kaufmännischen Dokument stellt ist daher auch immer, welche Information (Attribut) wird im Dokument gehalten und welche wird nur referenziert und bei Bedarf vom ERP-System geholt.
Dazu auch eine sehr allgemeine Regel: DIE ANZAHL DER ATTRIBUTE PRO TYP IST ZU MINIMIEREN. Und vielleicht gleich eine Zweite: ATTRIBUTWERTE, WELCHE BEREITS IN EINEM ANDEREN IT-SYSTEM GESPEICHERT SIND, SOLLTEN ÜBER EINEN SCHLÜSSEL REFERENZIERT JEDOCH NICHT NOCHMALS AUTONOM ABGEBILDET (GESPEICHERT) WERDEN.
Daher könnten die Attribute nach einem ersten Review also so aussehen:
- Kreditor-Nummer (Verifikation mit ERP)
- Rechnungsnummer
- Rechnungsdatum
- Auftragsnummer (Verifikation mit ERP)
- Rechnungssumme ungeprüft (Verifikation mit ERP)
- Rechnungssumme geprüft
- Umsatzsteuersatz (oder Betrag)
- Einzel- oder Teilrechnung (Flag)
- Transport (Papier, E-Mail, Elektronische Zustellung,...)
- ...
Sieht doch schon besser aus, oder?