E-Government

ITnT 2007 Interview-Serie #7 - Fa. Rubicon, Herr Unger

12:16 Minuten (16.89 MB)

Rubicon hat sich bisher als Dienstleister in der öffentlichen Verwaltung einen Namen gemacht. Mit ergoraVB steigt man nun auch in den Ring der Produktanbieter. Das Gespräch fand mit Herrn Unger, Produktverantwortlicher für egoraVB, statt.

Die Highlights des Gesprächs waren:

  • Mit dem egora-Framework steht eine Shared-Licence-Software auf Basis von Microsoft-Technologien für die Entwicklung von E-Government-Lösungen zur Verfügung.
  • egoraVB ist ein darauf aufbauendes kommerzielles ELAK-Produkt, speziell für Städte und Gemeinden.
  • Mit T-Systems konnte ein großer Partner für die Vermarktung und Projektierung gewonnen werden. Microsoft war ja bisher schon an Board.


Wirtschaftlichkeit von E-Government

E-Government ist in aller Munde und verspricht wesentliche Vorteile für Bürger, Unternehmen sowie die Verwaltung. Entsprechend viel wird in Technologien, Produkte und Dienstleistungen seit Jahren investiert. Enterprise-Content-Management ist dabei ein Hauptanwendungsbereich.

Weil mir am Wochenende etwas langweilig war, suchte ich mit meiner Lieblingssuchmaschine im Netz nach "Wirtschaftlich E-Government" und erwartete mir eigentlich eine Liste von tollen Dokumenten, welche lang und breit erklären und beweisen...

Nix da! Die Wirtschaftlichkeit solcher Projekte wird in einigen Dokumenten zwar gut umbeschrieben bzw. eigentlich die wesentlichen Faktoren und Auswirkungen. Eine Wirtschaftlichkeit im Sinne einer Bewertung von quantitativen und qualitativen Verbesserungen wurde konkret nirgends festgehalten. Natürlich steckt hinter E-Government eine langfristige Strategie der Verbesserung der Services hin zum Bürger und der Geschäftsprozesse in der Verwaltung. Und nach beinahe 25 Jahren IT-Branche weiss ich auch, dass bei strategischen Projekten die Wirtschaftlichkeit hinten angestellt wird. Aber neugierig sein darf man ja...

Ich werde weiter suchen und weiter fragen. Vielleicht finden sich konkrete Projekte, bei welchen auch die Wirtschaftlichkeit nachweisslich verbessert wurde. Ich kenne da bereits einige Projekte, die sicherlich in diese Richtung zeigen.

Und noch was: Unterscheiden sich die Bewertungsfaktoren der Wirtschaftlichkeit zwischen der öffentlichen Verwaltung und der Privatwirtschaft?

Modernes E-Government im Back-Office: Fabasoft eGov-Suite 7.0 samt Folio

Ich war heute auf den "egov days 07" von Fabasoft, dem führenden Anbieter von E-Government-Software in Österreich. Es waren für mich einige Highlights dabei:

  • Es wurde die neue Version 7.0 der eGov-Suite vorgestellt. Einige wirklich interessante Funktionen bzw. Features kamen hinzu.
  • Die medienbruchfreie Kommunikation zwischen unterschiedlichen Organisationen mittels E-Mail (Outlook) und EDIAKT 2.0 (XML), ein sicherlich schon längst überfälliges Feature, wurde live präsentiert. Negativ aufgefallen ist mir dabei nur die doch etwas mühsame Handhabung des EDIAKT als Attachment, ansonsten hätte das Feature das Potential für eine Killer-Applikation.
  • Mit Folio wurde ein neues Produkt speziell für die Unterstützung der nachgeordneten Dienststellen der öffentlichen Verwaltung vorgestellt.
  • Fabasoft unterstützt nun am Client neben den neuesten Microsoft Produkten (Vista, Office 2007, IE 7.0) auch Linux. Zwar "nur" als Web-Applikation (gezeigt mit Debian, Firefox 1.5 und OpenOffice), aber die hat es in sich. Jede Menge AJAX wo man nur hinklickt und damit keine wirklich merkbaren Unterschiede beim Handling im Vergleich zum Fat-Client. Sehr gelungen...
  • Die Plattformunabhängigkeit am Server wurde nur (sehr) kurz angerissen. Hier scheint die Entwicklung noch im Gange zu sein.
  • Leider musste ich früher aufbrechen, so konnte ich die Präsentation der neuen Lösung für die E-Mail-Archivierung nicht mehr sehen.

Alles in allem hat Fabasoft damit seine führende Rolle als E-Government-Softwarelieferant bekräftigt. Die Technologie ist top, der Funktionsumfang wird immer größer und nun kommt auch noch die Plattformunabhängig hinzu. Da ist es doch irgendwie unverständlich, dass einige Organisationen der öffentlichen Verwaltung immer wieder ihren Unmut über Fabasoft öffentlich kundtun. Aber wie heisst es so schön: Das ist eine andere Geschichte...

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