Open-Source
Geschrieben am 28.6.2007
Und wieder ein "kleiner Kracher" aus dem Hause Heise!
Diesmal geht es darum, was denn eigentlich Open-Source ist? Keine einfache Frage, oder?
Hier mal ein kurzer Abstract.
Open-Source-Software ist angesagt; daher möchten viele Unternehmen ihrer Software das trendige Label Open Source aufkleben. Aber was bedeutet Open Source eigentlich? Und wer entscheidet darüber?
Die Open Source Initiative (OSI) will jetzt gegen Missbrauch des Begriffs Open Source vorgehen. Was die OSI mit Missbrauch meint, erklärt ihr Präsident Michael Tiemann in seinem Blog: Für die OSI ist nur solche Software Open Source, die der eigenen Open-Source-Definition (OSD) entspricht.
Quelle und gesamter Artikel: heise open
Geschrieben am 25.6.2007
Ein interessanter Artikel rund um die rechtliche Problematik bei Open-Source-Software findet sich auf heise.de. Dabei kommt klar heraus, dass noch längst nicht alles lizenztechnisch fixiert ist, was auf den ersten Blick so erscheinen mag. Daher: Unternehmen aufgepasst! Wer Probleme vermeiden will, lässt mal Juristen oder den Einkauf lesen und beurteilen.
Textauszug:
Risiken und Nebenwirkungen von Open-Source-Lizenzen: Die Entwickler des freien Content Management Systems Joomla! und die Anbieter proprietärer Joomla!-Erweiterungen erfahren gerade, was passieren kann, wenn man bei Open-Source-Software die Lizenz nicht ernst genug nimmt.
Joomla! ist entstanden, weil Miro International etwas eigenwillige Vorstellungen davon hatte, wie Open Source funktioniert. Das australische Unternehmen initiierte die Entwicklung des Content Management Systems Mambo und sicherte sich die Markenrechte dafür. Als Miro International die freiwilligen Entwickler in eine Organisationsstruktur zwingen wollte, fühlten die sich allzu sehr gegängelt: Das Entwicklerteam verabschiedete sich geschlossen von Mambo und gründete das neue CMS-Projekt Joomla! auf Basis des unter GPL stehenden Mambo-Codes.
Quelle und gesamter Artikel: heise.de
Geschrieben am 28.4.2007
Im Rahmen eines vor kurzem abgehaltenen Seminars zum Thema "Open-Source-Content-Management" wurde wiederholt nach der Anwendung von Open-Source-Software im Bereich Enterprise-Content-Management gefragt. Aus unsere Sicht Grund genug, sich im ECM-Kompass damit zu befassen. Hier nun ein kurzer Status aus Sicht von Pitschek&Partner:
- Open-Source-Software hat gerade im Bereich Software-Infrastruktur (Linux, Apache, JBoss,...) bereits einen hohen Durchdringungsgrad in Unternehmen; die Produkte sind funktional umfassend und stabil.
- Im Bereich Enterprise-Content-Management gibt es derzeit kein umfassendes Produkt-/Lösungsangebot, welches nur annähernd mit den kommerziellen Lösungen der Top-ECM-Anbieter mithalten kann.
- In Einzelbereichen gibt es jedoch bereits annehmbare Produkte. Im Web-Content-Management tun sich Open-Source-Projekte wie Typo3, Zope/PLONE oder Drupal hervor. Aber auch im Workflow-Management gibt es beispielsweise von objectweb.org angebotene Produkte (Shark) mit vergleichsweise gutem Leistungsumfang.
- Was eigentlich allen Open-Source-Software-Ansätzen wirklich abgeht, ist eine entsprechende Integrationsarchitektur mit bereits vorgegebenen Konnektoren (bzw. SOA-Interfaces) zu Applikationen von führenden Anbietern wie SAP, Microsoft oder Oracle. Denn gerade dieser Bereich erweist sich in ECM-Projekten als durchaus kritisch, da oftmals die initiale Integrationsnotwendigkeit den Erfolg oder Mißerfolg eines Projektes bestimmt.
Alles in allem steht derzeit noch kein durchgängiges ECM-Angebot in den Open-Source-Regalen. Das bedeutet jedoch nicht automatisch, dass Open-Source-Software hier keinen Sinn macht. In Einzelbereichen wie Web-Content-Management oder bei kleinen Anwendungen mit wenig Notwendigkeit zu einer unternehmensweiten Integration hat auch Open-Source-Software eine Einsatzberechtigung. Sucht man nach einer unternehmensweiten Lösung oder gar ECM-Infrastruktur, sollte man sich derzeit noch an die traditionellen ECM-Anbieter halten.
Geschrieben am 17.1.2007
Drupal, mein Lieblings-Open-Source-CMS, ist heute in der Version 5.0 erschienen. Gratulation an alle involvierten Entwickler, Tester, Dokumentierer,...
Geschrieben am 2.1.2007
So, nun geht es wiederum los mit dem Bloggen. Zu Beginn des neuen Weblogs ECM-Kompass möchte ich gerne auf die Entwicklung unserer neuen Website eingehen und hierzu einige Details preisgeben. pitschek.com ist vollständig mit dem Open-Source-CMS Drupal (siehe drupal.org) entwickelt worden. Genutzt wurde die brandneue Version 5.0 (Release Candidate 1), was zwar etwas riskant, aber aufgrund der neuen Features leicht zu erklären ist. Details zur neuen Version findet man auf der Drupal-Website.
Was wurde nun wie gemacht:
- Zuerst wurde Drupal 5.0 RC1 vollständig installiert. Ein Job, der in kurzer Zeit erledigt war.
- Danach wurden die Module CCK (Content Construction Kit), Views, Panels, FCKeditor und IMCE installiert sowie entsprechend konfiguriert.
- Kernstück der neuen Website ist das Modul CCK, welches zur Entwicklung neuer Content-Typen (bzw. Knoten-Typen) herangezogen wird. Man kann hiermit die Attribute sowie (manuell) recht einfach auch das Layout sowie die Funktionalität von Content-Einheiten festlegen. Im Falle unserer Website haben wir die Events (Content-Typ Event mit den entsprechenden Attributen) sowie die Kontakt-Formulare und die Anmeldung zum Newsletter damit abgebildet. In einem weiteren Schritt entwickeln wir dann darauf aufbauend eine brandneue Version unseres ECM-Anbieterverzeichnisses. Hier wird dann jeder Anbieter mit einem eigens dafür vorgesehenen Content-Typ beschrieben. Produkte, Referenzen usw. sind weitere Content-Typen, welche mit dem Typ Anbieter in Zusammenhang stehen. Letztendlich begibt man sich mit Drupal damit klar in Richtung eines typen- bzw. klassen-getriebenen CMS, mit dem man sicherlich noch wesentlich mehr machen kann, als "nur" eine Website.
- Das Modul Views ist das Gegenstück zu CCK. Mit Views können beliebige Knoten-Typen abgefragt und dargestellt werden. Die Abfragen baut man sich recht nett per Formular (Click&Go) zusammen, als Layout-Varianten stehen per default Listen, Ganzseiten-Anzeigen oder Blöcke zur Verfügung. Was haben wir nun mit Views umgesetzt: die Liste der aktuellen Events auf der Homepage, der Event-Kalender (zeige alle Knoten vom Typ "Events" ab heute, sortiert,...) und letztendlich haben wir auch die Anzeige des ECM-Kompass (Liste der Einträge) mit Views umgesetzt, weil uns dies flexibler erschien als mit den bordeigenen Mitteln von Drupal. Der RSS-Stream wurde auch gleich mit Views umgesetzt. Ein bisschen störend daran ist eigentlich nur, dass man zur Gestaltung/Layout auch mal manuell zu CSS und PHP/Javascript greifen muss. Hier wie auch bei CCK wäre ein Layout-Editor ein massiver Gewinn.
- Mit dem Modul Panel haben wir die dreispaltige Ansicht der Homepage ganz gut hinbekommen. Mit Panels definiert man sich Ansichten (Oben, 3 Spalten, Unten). In die einzelnen Bereiche kann man dann beliebige Knoten laden, d.h. bei Änderungen geht man den einzelnen Knoten an und nicht gleich die gesamte Darstellung. Gerade für eine Homepage ziemlich günstig.
- Abschließend haben wir dann noch das Modul FCKeditor samt dem eigentlichen FCKeditor und einem Verwaltungssystem für Bilder (IMCE), welches ganz gut in den Editor integriert ist, installiert und konfiguriert. Der FCKeditor ist ein Full-Featured Editor im Browser und erleichtert die Erstellung von Content ganz toll.
Das war mal eine kurze Zusammenfassung der Entwicklung unserer neuen Website. Die reine Entwicklung dauerte knapp eine Arbeitswoche, wobei die meiste Arbeit sicherlich in der Anpassung des Designs lag. Mit den dargestellten Modulen von Drupal war die rein technische Umsetzung trotz vieler Funktionalität eigentlich einfach.
Was werden nun die nächsten Schritte der Weiterentwicklung von pitschek.com sein? Zuerst bringen wir eine komplett neue Version des ECM-Anbieterverzeichnis raus. Einerseits wird die Implementierung komplett auf Drupal umgestellt, andererseits werden auch aktuelle Anbieter-Daten vom Markt erhoben und entsprechend eingetragen. Im Hinterkopf dreht sich auch was um ein ECM-Podcast...
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