Gartner: E-Discovery-Software-Markt bleibt in Schwung

Der Umsatz mit Electronic-Discovery-Software (E-Discovery) wird in diesem Jahr voraussichtlich knapp über eine Milliarde US-Dollar betragen. Zu dieser Einschätzung kommt das IT-Marktforschungs- und Beratungsunternehmen Gartner in der neuen Studie Dataquest Insight: E-Discovery Software Marketplace Continues Its High Growth Pace. Dies entspricht einem Anstieg von 25 Prozent gegenüber dem Umsatz von 807,6 Millionen US-Dollar in 2008. Für 2010 wird der Markt auf 1,2 Milliarden US-Dollar geschätzt. Dies entspricht erneut einem imposanten Anstieg von 23 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Und das Wachstum soll anhalten: Für 2011 sagen die Marktforscher knapp 1,5 Milliarden US-Dollar voraus – erneut ein Plus von 25 Prozent.
Unter E-Discovery versteht man die Identifizierung, Aufbewahrung, Sammlung, Aufbereitung, Sichtung und Erstellung von elektronisch gespeicherten Informationen in Zusammenhang mit rechtlichen und behördlichen Verfahren. E-Discovery-Technologie kann als eigene Anwendung, eingebettet in andere Anwendungen und Services oder über Software-as-a-Service (SaaS) angeboten werden.

Einer der Treiber von E-Discovery nennt sich Compliance. "Immer mehr Unternehmen werden mit Rechtsstreitigkeiten in Zusammenhang mit Bestechung und Korruption, finanziellem Betrug, dem Missbrauch bei öffentlichen Aufträgen und Krankenversicherungsbetrug konfrontiert", sagt Tom Eid, Research Vice President bei Gartner. "Diese nicht planbaren Vorkommnisse untermauern die Notwendigkeit für effektivere Informationsstrategien und Regeln zur Information-Governance."