DIe Nutzwertanalyse - Kurzer Einstieg

Bild des Benutzers Gerald Pitschek

Wann immer es um die Auswahl von Produkten bzw. die Wahl von Varianten (Anbieter, Produkte,...) geht, kommt die Nutzwertanalyse zum Einsatz.

In Wirtschaft und Behörden ist es in Entscheidungsprozessen häufig notwendig, zwischen mehreren Handlungsalternativen die beste auszuwählen. Aber wie ist der Beurteilungsprozess aufzubauen, wenn das Kriterium der Wirtschaftlichkeit nicht allein ausschlaggebend sein soll.

Eine Nutzwertanalyse verbindet die Ergebnisse von Wirtschaftlichkeitsberechnungen mit der Bewertung mehrdimensionaler Systeme gewichteter Ziele. Damit werden auch technische, soziale und andere Kriterien in der Entscheidungsfindung berücksichtigt. Die Abschätzung unerwünschter Folgen bei Realisierung von Handlungsvarianten (Risiken) ist in die Berechnung integriert. Im Ergebnis ist die Auswahlentscheidung nach den Kennziffern 'Gewichtete Punktsumme', 'Leistungszahl (bzgl. Wirtschaftlichkeit)' und 'Leistungszahl (bzgl. Wirtschaftlichkeit und Risikoeffizienz)' sofort transparent.

Die Nutzwertanalyse ist ein nicht monetäres Bewertungsverfahren aus dem Bereich der Kostenrechnung. Mit ihrer Hilfe sollen nicht-monetäre Teilziele vergleichbar gemacht werden, um so eine Entscheidung zwischen mehreren Alternativen treffen zu können.

Die Nutzwertanalyse kann für alle Mehrzielentscheidungen als Hilfestellung eingesetzt werden. Sie wird nach einem Ablaufschema durchgeführt:

  • Ober- und Unterziele bestimmen und in einer Zielhierarchie sortieren
  • Kriterien ableiten, die aus diesen Zielen hervorgehen
  • Festlegung der KO-Kriterien und der Soll-Kriterien
  • Gewichtung Soll-Kriterien (Wie wichtig ist dieses Kriterium zur Erreichung des Oberziels?)
  • Punktebewertung (1 schlecht - 10 sehr gut) der Varianten für die jeweiligen Kriterien
  • jeweilige Gewichtung des Kriteriums mit der Punktbewertung der Alternativen multiplizieren
  • Die Summe aller Multiplikationen einer Alternativen ergeben das Endergebnis.
  • Die Alternative mit den meisten Punkten ist nach der subjektiven Bewertung der Kriterien die sinnvollste.
  • Wenn notwendig kann zur Überprüfung der Robustheit des Ergebnisses eine Sensitivitätsanalyse durchgeführt werden. Wobei die Gewichtung der Kriterien sinnvoll verändert wird.

Pitschek+Partner hat auf Basis der Nutzwertanalyse eine Reihe von Kriterienkatalogen und IT-gestützten Auswahlwerkzeugen entwickelt. Demnächst kommen wir mit einer Online-Variante eines umfassenden ECM-Kriterienkataloges auf den Markt.

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